Impfungen - Segen oder Fluch?

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Helmuth
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#291 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von Helmuth » Do 13. Jan 2022, 06:36

SamuelB hat geschrieben:
Di 11. Jan 2022, 14:49
Woran merkt man, ob man von Gott gesegnet ist oder nicht?
Eine sehr gute und auch wichtige Frage, zumal sie ja jeden Menschen betrifft. Ich denke aber schon Antworten dazu geliefert zu haben. Zwei grundlegende Dinge könnte ich noch sagen:

- Segen und Fluch bestimmte nicht ich, Gott tut das --> ich gebe nur weiter was er dazu sagte.
- Was an dir gerade wirkt merke nicht ich an dir oder du an mir ---> sondern jeder für sich selbst.

Dass das jeder für sich selbst feststellt hatte ich schon gesagt. Nur in ganz offensichtlichen Fällen kann es auch jedermann sehen. Einen allezeit fröhlichen Menschen, pumperlg'sund und in voller Macht Kraft über seine Körper und Geist, dazu reich an Gaben und Finanzen, viele Freunde um sich herum und jeden Tag hoch geehrt von den Seinen und auch Nichtseinen, ich denke da sieht ein Blinder mit Gehstock, dass er gesegnet ist. Doch ist der Normalfall so nicht als rein schwarz oder weiß, sodass es in der Regel von außen nicht bewertbar ist.

Du läufst hier falsch, wenn du meinst, ich wolle da für andere etwas bestimmen können. Ich kann das nicht besser oder schlechter bewerten als du. Ich gebe dazu nur weiter, was Gott lehrt.

Aber du merkst wohl selbst am besten, ob du seit Jahren immer nur durch der Rue de la Kack watest oder ob die Merkmale des Segens, z.B. Friede oder Freude die ständigen Freunde und Wegbegleiter deines Lebens sind und was unsere Zeit von Corona betrifft, so wäre es die völlige Immunität gegen alle derzeitgen und kommenden Viren, die Gott über uns bringt.
Der Herr steht zu mir, deshalb fürchte ich mich nicht. Was kann ein Mensch mir anhaben?
Ps 118:6

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sven23
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#292 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von sven23 » Fr 14. Jan 2022, 17:10

Ruth hat geschrieben:
Mo 10. Jan 2022, 21:40
sven23 hat geschrieben:
So 9. Jan 2022, 13:50
Vorstellbar wäre eine Impfpflicht für gefährdete Gruppen. (z. B. ab 50 oder 60 Jahren)

SamuelB hat geschrieben:
Mo 10. Jan 2022, 19:53
Das könnte ich sogar noch nachvollziehen. Richtig finde ich es aber nicht.

Dabei würde es dann aber nur um den Selbstschutz gehen. Und gerade dieser darf nicht von oben her bestimmt werden, finde ich. Wovor ich mich selbst schützen will oder nicht, darf ich selbst bestimmen. Als Pflicht kann nur etwas gelten, was der Gemeinschaft dient.
Das ist eben der grundlegende Irrtum. Im Gegensatz zu anderen Krankheiten geht es bei ansteckenden Krankheiten immer auch um andere. Das liegt in der Natur von ansteckenden Krankheiten und in der Natur von Pandemien. Da Geimpfte eine geringere Viruslast haben und die infektiöse Phase verkürzt ist ergibt sich natürlich auch ein positiver Effekt auf die Umgebung. Hinzu kommt, dass Geimpfte viel seltener schwer erkranken und damit das Gesundheitswesen nicht zusätzlich belasten.
Die Impfung hat also unbestritten einen positiven Effekt auf die Gesellschaft.
Und wie schon oft gesagt: Egal, ob man die Familie oder die Gesellschaft betrachtet: der Einzelne hat nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten.
Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen.
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Ruth
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#293 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von Ruth » Fr 14. Jan 2022, 18:21

sven23 hat geschrieben:
Fr 14. Jan 2022, 17:10
. Im Gegensatz zu anderen Krankheiten geht es bei ansteckenden Krankheiten immer auch um andere. Das liegt in der Natur von ansteckenden Krankheiten und in der Natur von Pandemien. Da Geimpfte eine geringere Viruslast haben und die infektiöse Phase verkürzt ist ergibt sich natürlich auch ein positiver Effekt auf die Umgebung. Hinzu kommt, dass Geimpfte viel seltener schwer erkranken und damit das Gesundheitswesen nicht zusätzlich belasten.
Das bezweifele ich auch gar nicht. Aber hier ging es darum, dass es eine Impfpflicht nur für über 50jährige geben sollte. Als wenn unter 50jährige nicht ansteckend wären. Ich meine, wenn es eine Impfpflicht geben soll, dann muss sie auch für alle gelten.

Ansonsten sollte jeder selbst entscheiden und verantwortlich nach der eigenen Entscheidung leben. Wenn ein ü50jähriger alle Abstandsregeln einhält und selten oder nie größere Gesellschaften besucht, kann sich und andere auch auf die ganz natürliche Weise schützen. Diesen Menschen gegenüber halte ich eine Pflicht, nur aufgrund des Alters, für ungerechtfertigt.
Ich erhebe in keinem meiner Beiträge den Absolutheitsanspruch. Es ist immer meine Meinung, die ich schreibe. Ebenso lese und verstehe ich auch andere Beiträge : als Meinung des jeweiligen Schreibers.
In dem Sinne ... LG :wave:

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#294 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von piscator » Fr 14. Jan 2022, 19:15

Wenn man mal schaut, wer bei den so genannten Spaziergängen rumläuft, dann sieht man deutlich, dass es mit der Eigenverantwortung nicht weit her ist.
 
Meine Beiträge als Moderator schreibe ich in grün.

Ruth
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#295 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von Ruth » Fr 14. Jan 2022, 19:30

piscator hat geschrieben:
Fr 14. Jan 2022, 19:15
Wenn man mal schaut, wer bei den so genannten Spaziergängen rumläuft, dann sieht man deutlich, dass es mit der Eigenverantwortung nicht weit her ist.
 

...und dann wird einfach alles an den sogenannten "Spaziergängern" festgemacht ?
Auch wenn diese am lautesten brüllen, sind sie eine Minderheit. Und zwar eine, die ohnehin kaum mal Rücksicht nimmt auf andere. Ich habe zwar noch keine von diesen Leuten gesehen, aber nehme mal an, dass die auch nicht hauptsächlich aus ü50jährigen bestehen.

Also, in dem Bereich, in dem ich mich bewege, benehmen sich die Leute meist vorbildlich. Ich bin zwar auch geimpft, aber habe kaum Berührungspunkte zu größeren Menschenansammlungen. Ich denke zwar, wenn das so weiter geht mit dem Virus, lasse ich mich auch ein halbes Jahr nach der letzten Impfung boostern. Aber ich sehe eigentlich nicht ein, dass ich gezwungen werden sollte, das nun regelmäßig wiederholen zu müssen, weil es nur für meine Altersgruppe Pflicht sein soll. Ich möchte schon gerne selbst bestimmen, ob ich es für nötig halte, mich impfen zu lassen und zu welchen Zeiten.
Ich erhebe in keinem meiner Beiträge den Absolutheitsanspruch. Es ist immer meine Meinung, die ich schreibe. Ebenso lese und verstehe ich auch andere Beiträge : als Meinung des jeweiligen Schreibers.
In dem Sinne ... LG :wave:

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sven23
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#296 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von sven23 » Sa 15. Jan 2022, 06:44

piscator hat geschrieben:
Fr 14. Jan 2022, 19:15
Wenn man mal schaut, wer bei den so genannten Spaziergängen rumläuft, dann sieht man deutlich, dass es mit der Eigenverantwortung nicht weit her ist.
Die amerikanische Q-Anon Anhängerin und Corona-Leugnerin Cirsten Weldon war der Meinung, dass nur Idioten an Corona sterben. Nun ist sie selber an Corona gestorben.
Irgendwie hatte sie wohl doch recht. Das nennt man dann wohl eine self-fulfilling prophecy.


https://www.focus.de/gesundheit/coronavirus/cirsten-weldon-nur-idioten-sterben-an-covid-wuetete-amerikanische-qanon-anhaengerin-dann-stirbt-sie-an-corona_id_36266199.html
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sven23
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#297 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von sven23 » Sa 15. Jan 2022, 07:54

Ruth hat geschrieben:
Fr 14. Jan 2022, 18:21
sven23 hat geschrieben:
Fr 14. Jan 2022, 17:10
. Im Gegensatz zu anderen Krankheiten geht es bei ansteckenden Krankheiten immer auch um andere. Das liegt in der Natur von ansteckenden Krankheiten und in der Natur von Pandemien. Da Geimpfte eine geringere Viruslast haben und die infektiöse Phase verkürzt ist ergibt sich natürlich auch ein positiver Effekt auf die Umgebung. Hinzu kommt, dass Geimpfte viel seltener schwer erkranken und damit das Gesundheitswesen nicht zusätzlich belasten.
Das bezweifele ich auch gar nicht. Aber hier ging es darum, dass es eine Impfpflicht nur für über 50jährige geben sollte. Als wenn unter 50jährige nicht ansteckend wären. Ich meine, wenn es eine Impfpflicht geben soll, dann muss sie auch für alle gelten.
Aus rein epidemiologischer Sicht wäre eine allgemeine Impffplicht natürlich das allerbeste, so wie Lauterbach sie befürwortet. Aber das Thema ist ja mittlerweile in parteitaktische Spielchen geraten, weil die FDP hier nicht mitziehen will. Deshalb will Scholz keinen eigenen Gesetzentwurf vorlegen, weil er sich die Blamage ersparen will. Es soll also verschiedene parteiübergreifende Gruppenanträge geben, die sich einer ethischen Gewissensentscheidung der Abgeordneten stellen müssen. Und da wird der Minimalkonsens wahrscheinlich eine Impfpflicht für besonders vulnerable Gruppen sein. Eine Impfpflicht für vulnerable Gruppen wäre sogar schon nach dem alten Infektionsschutzgesetz möglich gewesen.

Ruth hat geschrieben:
Fr 14. Jan 2022, 18:21
Ansonsten sollte jeder selbst entscheiden und verantwortlich nach der eigenen Entscheidung leben. Wenn ein ü50jähriger alle Abstandsregeln einhält und selten oder nie größere Gesellschaften besucht, kann sich und andere auch auf die ganz natürliche Weise schützen. Diesen Menschen gegenüber halte ich eine Pflicht, nur aufgrund des Alters, für ungerechtfertigt.
Die Ungeimpften tragen überproportional zum Infektionsgeschehen bei und belasten das Gesundheitssystem. Mit Omikron hat sich die Situation zwar verbessert und manche wollen schon das Ende der Pandemie einläuten. Aber gem. unserem Gesundheitsminister wäre es naiv, zu glauben, dass Omikron schon die letzte Mutante gewesen ist.

https://www.spektrum.de/news/simulation-drei-viertel-aller-infektionen-gehen-von-ungeimpften-aus/1955194
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#298 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von Tree of life » Sa 15. Jan 2022, 12:50

sven23 hat geschrieben:
Sa 15. Jan 2022, 07:54
Die Ungeimpften tragen überproportional zum Infektionsgeschehen bei und belasten das Gesundheitssystem.
Ich als Ungeimpfte trage gar nicht bei und schon gar nicht belaste ich das Gesundheitssystem, ich bin noch immer gesund und hatte/habe keinen Virus.
Allerdings ärgerte ich mich gestern über etwas...
Fuhr vom Einkauf mit dem Bus heim, darin etwa 10 Jugendliche, schätze mal so um die 14-15.
Davon trugen 2 ne Maske, der Rest fand es scheinbar nicht nötig und brüllten und gröllten rum
2 Sitze vor mir (2,5 Meter entfernt) ein etwa 50-60 jähriger Mann, keine FFP 2 Maske, sondern normaler Mundschutz, allerdings nur über den Lippen, Nase frei und ich verzog mich dann nach weiter hinten im Bus, wo niemand stand.
Ich habe bisher kein einziges Mal in Öffis erlebt, dass kontrolliert wird, daher gibt es wohl einige, die drauf schei ss en, ihre Masken richtig oder überhaupt zu tragen.
Also, wer tragt dazu bei?
Und täglich sinken die Zahlen der KH Aufenthalte bei uns, jetzt sind wir schon auf 214 Intensiv und 890 normal

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#299 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von piscator » Sa 15. Jan 2022, 14:05

Ich als Ungeimpfte trage gar nicht bei und schon gar nicht belaste ich das Gesundheitssystem, ich bin noch immer gesund und hatte/habe keinen Virus.[/quote) Es mag ja sein, dass du beim Betreten des Verkehrsmittels nicht infiziert warst. Jetzt besteht durchaus die Möglichkeit, dass du den Virus in dir trägst, die Krankheit ausbricht oder dass du jemanden infizierst.

Abgesehen davon ist das Geschilderte mit ein Grund, warum ist seit Jahren kaum noch Bus oder Bahn nutze. Leider schafft es ein Teil der Bevölkerung nicht, sich halbwegs zu benehmen und das ist beileibe nicht nicht nur ein Problem der Zuwanderer.

Wir werden in Kürze unser Heimatdorf verlassen und in ein Dorf auf den Höhen des Schwäbischen Walds ziehen, einfach um unsere Ruhe zu haben und mit dem alltäglichen Lärm, den notorischen Posern, den Jugendgangs und der latenten Drogenbeschaffungskriminalität  zu entfliehen. 
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#300 Impfungen - Segen oder Fluch?

Beitrag von SamuelB » Sa 15. Jan 2022, 14:11

Tree of life hat geschrieben:
Sa 15. Jan 2022, 12:50
Ich als Ungeimpfte trage gar nicht bei und schon gar nicht belaste ich das Gesundheitssystem, ich bin noch immer gesund und hatte/habe keinen Virus.
...
Kann ich auch nicht glauben. Ohne Test kommen wir seit Oktober nirgends rein und seit November in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens nicht mal mehr mit. Letzte Woche lief ich das erste Mal seit Monaten durch unser Einkaufszentrum, um eine Abkürzung zu nehmen. Es war unfassbar voll, Menschen dicht an dicht in Läden, in Cafes und Restaurants und auf den Gängen. Da muss man sich echt nicht wundern.

Seit Corona bin ich auch nicht mehr krank als vorher (1-2× im Jahr) und belaste keine Arztpraxen oder Krankenhäuser. Bei meiner Hausärztin ist es sowieso seltenst voll. Meist bin ich nach 10 min raus mit allem drum und dran. Ja, ich weiß, dass das nicht überall so ist. Aber die Fachärzte hier waren auch schon vor Corona völlig überlaufen.

Es wäre mal interessant wie alt die Leute sind, die wegen Corona ins Krankenhaus müssen und ob geimpft oder nicht.

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